Arbeitskreis Ugandahilfe

Als ich den Entschluss fasste, eine Benefizveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen meiner Website www.rennradschlag.de zu veranstalten, war von Anfang an klar, dass der Erlös dem Arbeitskreis Mission und Ugandahilfe meines Heimatortes Nordendorf zugute kommen soll.

Der Arbeitskreis arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Alle Spendengelder werden zu 100% vor Ort eingesetzt. Im Gegensatz zu den großen Hilfsorganisation entstehen keine Verwaltungskosten. Außerdem werden nur ganz konkrete Projekte unterstützt, wie der Bau zweier Brunnen oder das jüngste Projekt, die Errichtung einer Krankenstation.

Ihren Ursprung nahm die Ugandahilfe 2004. Nadia und Ferdinand Pfützner sprachen damals Pfarrer Denis Lwegaba, der zur Urlaubsvertretung in Nordendorf weilte, auf die Möglichkeit an, eine Schulpatenschaft zu übernehmen. 2006 wurde dann in Allmannshofen ein Jugendfest organisiert, woraus ebenfalls eine Schulpatenschaft entstand, der bis heute 14 weitere folgten. Mit 300 € pro Jahr wird damit vollwaisen Kindern der Schulbesuch ermöglicht.

Außerdem wurden in der Anfangszeit des Arbeitskreises das Mittagessen von 450 Schülern einer Primary School für zwei Jahre finanziert und ältere bedürftige Menschen in der medizinischen Versorgung unterstützt.

2010 folgte das erste Großprojekt. Bukomma, eine etwa 70 km südwestlich von der Hauptstadt Kampala gelegene Streusiedlung und die Heimatgemeinde von Pfarrer Denis, litt seit jeher an einer schlechten Wasserversorgung. Mit dem Bau eines Brunnens sollte diese nachhaltig verbessert werden. Dass am Ende aufgrund zahlreicher großzügiger Spender sogar zwei Brunnen entstanden, war umso erfreulicher. Der Bau wurde vom Arbeitskreis lediglich finanziert. Die Arbeiten vor Ort und der Betrieb der Brunnen wurde (und wird) von der Gemeinde Bukomma eigenverantwortlich übernommen. Vom großen Nutzen der Anlage konnten sich inzwischen auch Nadia und Ferdinand Pfützner selbst überzeugen (siehe Galerie).

Inzwischen haben sich drei größere Veranstaltungen des Arbeitskreises etabliert, die für den Löwenanteil der Spendengelder verantwortlich sind. Dies ist zu einem der Adventsbasar in Kloster Holzen, bei dem selbstgemachte Produkte verkauft werden. Außerdem wird alljährlich ein Kinderfest/-konzert organisiert. Zu guter Letzt wird bereits seit einigen Jahren der Eine-Welt-Lauf durchgeführt. Unterstützt durch Sponsoren werden dort die erlaufenen Kilometer direkt in Spendengelder umgewandelt. Davon ließ ich mich letztendlich auch zu meinem virtuellen Spendenlauf inspirieren.

Dass die medizinische Versorgung in weniger entwickelten Ländern wie Uganda oftmals sehr schlecht ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Deshalb hat sich der Arbeitskreis entschlossen, die Errichtung einer Krankenstation in Bukomma finanziell voranzutreiben. Das nächste Krankenhaus liegt im Moment in zehn Kilometer Entfernung. Im ersten Moment mag dies gar nicht so weit erscheinen. Berücksichtigt man allerdings, dass die Einheimischen kaum mobil sind - der Besitz eines Fahrrades gilt schon als Luxus - kann man sich gut vorstellen, dass ein zehn Kilometer langer Fußmarsch hin und zurück für kranke Menschen nicht zu schaffen ist.

Anfang 2013 soll mit dem Bau begonnen werden. Sobald das Gebäude steht, wird zwei- bis dreimal pro Woche eine Krankenschwester zur Verfügung stehen. Mittelfristig soll auch ein Arzt in regelmäßigen Abständen da sein. Die Organisation und Verwaltung muss ähnlich wie beim Bau der Brunnen von den Verantwortlichen vor Ort gestemmt werden.

Also, lauf mit nach Afrika, und auch Du kannst einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation In Uganda leisten.

  • Viktoriasee bei Kampala
  • Markttreiben
  • Brunnenbau
  • Supermarkt
  • Nadia und Ferdiand Pfützner an einem der Brunnen
  • Hinweistafel am Brunnen
  • Wohnhäuser in Bukomma
  • Pfarrer Denis begutachtet das Grundstück der Krankenstation
  • Hütte in Bukomma
  • Klassenzimmer einer Waisenschule
  • Bananenstaude
  • Küche in Bukomma